Knipsen und Fotografieren,

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ja, das waren mal gravierende Unterschiede. Der Fotograf übte ein künstlerisches Handwerk aus, was er lange gelernt und sich erarbeitet hatte. Der Aufwand war erheblich und die Sitzungen dauerten teilweise imens lange. Die Ergebnisse, die er ablieferte, erreichten außer ihm, nur seine Kollegen, sonst niemand. Er war der Meister der Fotomaterie, auch vom Preis her.

Deshalb griffen viele zum Fotoaparat und knipsten ihre Bilder selber. Davon zeugen heute noch viele Fotoalben als Erinnerung. Die Fotos, waren von der Qualität her nicht zu vergleichen, aber man konnte Fritzchen unterm Weihnachtsbaum erkennen und erahnen.

Dann gab es noch einen kleinen, erlauchten Kreis der Fotoamateure. Mit Spiegelreflexkameras und eigenem Labor, erreichten sie nach langem Lernen und Probieren, auch schon recht gute Fotoergebnisse. Aber die Fotografen waren halt noch einige Klassen besser.

All das stürzte recht schnell in sich zusammen, als die digitalen Kameras immer besser wurden. Auch der Knipser, konnte jetzt, ohne Ahnung von der Materie, mit einfach Draufhalten, recht gute Bilder machen. Die er dann noch am Computer ins rechte Licht setzte und so entstehen tolle Fotos im Überfluss.

Die Hobbyfotografen sind nicht weniger, sondern eher mehr geworden, bearbeiten ihre Fotos teilweise bis in utopische, grafikmäßige Bereiche hinein und nehmen sich gegenseitig die Butter vom Brot auf sogenannten Fotocommunitys, in dem sie sich Ihre Werke gegenseitig bewerten und zerreden. Da mache ich auch mit, aber unter anderen Aspekten von meiner Seite her.

Und die Fotografen? Ja, wer da beruflich aktiv ist, macht Werbung, Familie, Mode, Kunst, das geht aber meist auch nur mit einem entsprechendem Namen. Auch die Fotografen arbeiten hoch technisch ihre Dateien langwierig am Computer auf, so das es sich hier auch um was künstliches handelt. Der Markt ist nicht besser geworden, so sterben viele Studios überall.

Froh bin ich, dass ich Fotograf gelernt, es dann aber nicht beruflich ausgeübt habe. Sicherlich würde ich heute nicht mehr fotografieren. So habe ich mir das Ürsprügliche in der Fotografie erhalten, etwas zeigen zu wollen, auf meine Art, mit Ecken und Kanten, so wie ich es sehe oder zeigen will. Klar mag ich auch Verfremdungen und Verbesserungen an Fotos, wenn sie die Aussage des Bildes verbessern oder um bewußt mal an zu Ecken.

Fotos sind hauptsächlich Geschmackssache, entweder es gefällt oder halt nicht, das kann man also schon mal so nicht beurteilen.  Die übergroße Fotoschwämme ist das Hauptproblem des einzelnen Fotos, es geht einfach unter, weil man immer denkt, oh mal weiter schauen, da kommt bestimmt noch ein Besseres. Fotos sind von Kunstwerken zur kurzlebigen Massenware verkommen, schade eigendlich.


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