Die Sonne

kam auch heute wieder durch und es wurde bis zu 8 C warm, da bin ich natürlich sofort nochmal in den Stadtwald gegangen. Das Wetter musste ausgenutzt werden, es ist ja schließlich Januar und man weiß nie, was da noch alles so an Wetter kommt.

Die kleinen Fichten sind zu gut 80 % in Ordnung,  jedenfalls nach meinem Urteil, ab einer bestimmten Größe oder Alter ist es dann genau umgekehrt.

In diesem Bestand, genau wie weitflächig über den ganzen Wald verteilt, sieht es sehr böse aus. Da die Bäume rein schon von der Zeit her nicht alle rechtzeitig gefällt werden können und der Borkenkäfer sich bei dem milden Frühlingswinter weiter rasant ausbreiten kann, wird es grenzwertig für die Fichten, die noch wenigstens ein paar grüne Nadeln haben.

Das es viel zu warm ist, zeigt sich auch an den Haselnüssen und Erlen, um nur einige Arten zu benennen, das trägt zu weiterer Beschleunigung des Baumsterbens bei und der Boden ist immer noch viel zu trocken.

Da hilft es auch nicht, wenn sich nachts ein bischen Reif über faulende Blätter, an ungünstigen Stellen zieht, das stört die Borkenkäfer unter der Rinde nicht.

Mir ist jedenfalls der Gang durch den Stadtwald gut bekommen, sogar geschwitzt habe ich teilweise. Der Schnief hält sich weiterhin tapfer und ich kämpfe tapfer weiter, ich denke, ich gewinne den Kampf jetzt bald. Auch den alten Wald, so wie ich ihn kannte, habe ich innerlich losgelassen, den gibt es nicht mehr. Jetzt bin ich einfach nur gespannt und neugierig, wie sich die Natur an die neuen Gegebenheiten anpasst und ob es ihr auch dauerhaft gelingt.

 

 

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